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Ampel

Beschreibung

Insektenfreundliches Werder?

Kategorie: Straßen und Wege
ID: 177949
Status: abschließend bearbeitet (grün/gelb).

Heute war der Ordnungsamt Werder im Birnenweg und hat Nachbarn angewiesen den in voller Blüte stehenden Lavendelbusch umgehend zurückzuschneiden. Die Nachbarn baten mit dem Hinweis auf die zahlreichen Bienen im Lavendelbusch darum den Busch erst nach der Blüte zurückzuschneiden zu dürfen. Ohne Erfolg: Es wurde ein Verfahren angedroht! Es ist richtig, dass der Busch in den Fußweg ragte, allerdings ist der Birnenweg eine Einbahnstraße in der 30er Zone und man kann dem Busch völlig gefahrlos ausweichen. Anbei ein aktuelles Foto des Busches, der schon für den Rückschritt vorbereitet ist. Man sieht die zahlreichen Blüten. Was man auf dem Foto nicht sieht sind die zahlreichen Bienen! Es ist mir schleierhaft, dass die Stadt Werder den Insektenschutz einerseits priorisieren wollte, andererseits sich aber nicht zu schade ist, einen einzelnen Busch in der für Insekten wichtigsten Zeit schneiden zu lassen. Ich werde diese Mitteilung auch an den Nabu und an die Stadtmitgestalter weiterleiten und hoffe auf Einsicht der Verantwortlichen.
Ort/Datum/Foto

Birnenweg

Anmerkung

Ihr Anliegen beantworten wir wie folgt:
Die rechtliche Grundlage, weshalb jeglicher Pflanzenwuchs aus dem öffentlichen Verkehrsraum zu entfernen ist, ergibt sich aus § 16 der Ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Stadt Werder (Havel) – ObV. Diese wurde auf Grundlage des § 26 Abs. 1 des Ordnungsbehördengesetz (OBG) zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung erlassen und bildet die wichtigen Grundlagen des Zusammenlebens sowie von Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit in der Stadt Werder (Havel) ab.

Um das gefahrfreie Passieren der Bürgerinnen und Bürger auf Rad- und Gehwegen zu gewährleisten, sind diese bis zu einer Höhe von mindestens 2,50 m von jeglichen Pflanzenwuchs freizuhalten. Der auf den Gehweg ragende Pflanzenwuchs kann bei Nässe sowie auch bei Dämmerung bzw. Dunkelheit eine Rutsch- bzw. Stolpergefahr für die Passanten darstellen. Die „Beseitigung“ des Pflanzenwuchses bedeutet nicht immer zwingend das Zurück- bzw. Abschneiden einer Pflanze. Wie das von Ihnen übermittelte aktuelle Bild zeigt, ist die Gefahr bereits durch das Hochbinden der Zweige des Busches beseitigt, da diese nun nicht mehr in den öffentlichen Verkehrsraum ragen.